Geschichte

Feiern Sie schöner!

Der Maschsee ist Bühne und Kulisse, ist Sportplatz und Naherholungsgebiet – kurz, er ist das Herz der niedersächsischen Landeshauptstadt. Und auch wenn sein offizieller Spitzname "blaues Auge von Hannover" etwas anderes vermuten lässt, die Hannoveraner lieben die ausgedehnte Wasserfläche mit den unterschiedlich gestalteten Uferzonen und dem unvergleichlichen Panoramablick auf die Stadt. Im Sommer wie im Winter lädt der See zu vielfältigen Outdoor-Aktivitäten ein.

Fakten & Zahlen

Die Geschichte des Maschsees ist relativ jung – und nicht unumstritten. Erste Planungen zur Anlegung eines Sees gehen zwar schon auf das 19. Jahrhundert zurück. Regelmäßig wurde das Maschgebiet durch die Schneeschmelze im Harz von Überschwemmungen geplagt. Doch finanzielle und wassertechnische Probleme verzögerten den Baubeginn, umgesetzt wurde das Vorhaben in den Jahren 1934-36 – als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme des Nazi-Regimes.

Innerhalb der tiefliegenden Aegiedienmasch entstand der 2,4 km lange und bis 530 Meter breite Stadtsee mit einer Fläche von ca. 80 ha.
Bei Sprüngen ist jedoch Vorsicht geboten: denn die durchschnittliche Tiefe beträgt gerade mal 2 Meter! In Hannover weiß man: eine Maschseerunde sind circa 6 Kilometer und im Winter wird ab einer Dicke von 13 Zentimetern das Eis zum Begehen freigegeben.

Nord & Süd

Mit der Fertigstellung war der Maschsee ein attraktiver Ort – für Erholungssuchende, für Sportler und auch für Investoren. Von der Promenade am Nordufer gelangt der Spaziergänger durch den Maschpark zum Rathaus. Am Ostufer haben eine Reihe Denkmal geschützter Skulpturen und Gebäude ihren Standort: das NDR-Funkhaus Niedersachsen, das Pumpenhaus, der Musikpavillon, die Säule mit Fackelträger oder die Bismarckschule zählen ebenso dazu wie das historische Strandbad am Südufer des Sees.

Das Westufer wurde naturnah belassen. Es steht, wie der gesamte Maschsee mit seiner Wasserfläche und weiten Uferbereichen, unter Naturschutz.

Hege & Pflege

Der Maschsee ist sehr beliebt – doch aufgrund seiner städtebaulichen und landschaftlichen Qualität auch sehr sensibel. Der intensiven Nutzung und dem großen Veranstaltungsangebot wird daher ein ebenso intensives Programm zu seinem Schutz entgegen gesetzt. Die Errichtung von Schutzgebieten im erweiterten Uferbereich wie auch die strengen Auflagen bei sämtlichen Baumaßnahmen sind Beispiele für konsequente Schritte, den einzigartigen Charakter der Landschaft zu bewahren. Doch den größten Beitrag leisten die Hannoveraner selbst, indem sie der Natur mit Respekt begegnen.

Strand & Mehr

Das am Südufer gelegene Strandbad wurde im Jahre 1937 eröffnet. Die Anlage mit dem historischen Eingangsbereich und den Umkleidekabinen steht heute unter Denkmalschutz. Seit der Eröffnung ist das Bad insbesondere bei Familien und älteren Menschen sehr beliebt – doch im Sommer ist hier auch gerne ganz Hannover zu Gast.